VW Aktie

morgipp

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Hat hier jemand Aktien bzw. beobachtet die Turbulenzen rund um die VW Aktie und die Geschehnisse in den USA? Dass eine Aktie derart verliert (20% an einem Tag), das ist schon der Hammer.
 

Dr_Iwan_Kakalakow

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Jau, ist in der Tat einmalig und der absolute Hammer.
Obwohl gerade die Amis mit Unmengen von Treibhausgasen die Luft verpesten.Oder man denke
an die Ami-Autos, die seit Jahrzehnten 20-30 Liter auf 100 km verbrauchen. Ebenso die umweltverpestenden
US-Trucks.

Aber o.k., gelogen ist gelogen. Das ist hart für VW und ihren Aktionären.
 

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morgipp

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Den richtigen Zeitpunkt habe ich verpasst. Aber ich glaube die etablieren sich wieder und es geht wieder aufwärts.
 

Morbis55

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Davon kann man wohl ausgehen. Allerdings liegt die Kunst darin die Aktien einfach zu halten und keine kalten Füße zu bekommen.
Es würde mich nichtmal wundern, wenn VW noch auf 50 Euro fällt. Gibt genug Gründe warum das passieren könnte.
Aber langfristig, 5 Jahre, 10 Jahre wird es definitv wieder aufwärts gehen.

Absichern wäre natürlich nochmal wesentlich besser, aber ist oft nicht leicht umzusetzen.
Persönlich gibt es für mich spannendere und aussichtsreichere Aktien als VW.
 

theoth

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Jetzt haben sie erst mal eine Fristverlängerung bekommen - Glück gehabt, sonst wäre die Strafe wohl punitiv nicht unter 100Mrd gewesen und damit VW quasi pleite. Das kann auch noch in 30 Tagen passieren, wer weiß...
Ich lasse auch erstmal die Finger davon - allenfalls ein Strangle wäre vielleicht sinnvoll. Vermutlich sind die aber so hochgepreist, daß es sich nicht lohnt.

Wo siehst Du größeres Potenzial? Rohstoffe scheinen langsam wieder die Kurve zu kriegen.
 

PP Frank

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Naja, mit VW konnte man mit bissl Glück immer gut Geld verdienen. Ich denke nur mal an die Krise 2008 wo VW plötzlich fast 1000 Euro wert war. Schade das dieses Geschäft nix für mich is, so bleibts nur beim Zugucken und staunen. :p
Ist aber interessant das immer wieder VW mit sowas auffällt
 

theoth

Junior Member
Das war, als Wendelin VW übernehmen wollte. Die haben sich VW-Aktien geliehen und verkauft, um VW unter Druck zu setzen.
Als die Aktien wieder zurückgegeben werden sollten, wollte plötzlich keiner mehr VW-Aktien verkaufen.
Da mußten die teilnehmenden Banken Höchstpreise zahlen, damit sie die geliehenen Aktien wieder zurückkaufen konnten.
Tja so ein Leerverkauf kann auch mal in die Hose gehen...
Ganz ehrlich: seit der Jahrtausendwende sind deren Karren immer schlimmer geworden - wo da das Kurspotenzial herkommen soll, ist mir schleierhaft
Momentan verdienen nur die Töchter Porsche und Audi noch vernünftig
 

PP Frank

Staff member
Ganz ehrlich: seit der Jahrtausendwende sind deren Karren immer schlimmer geworden - wo da das Kurspotenzial herkommen soll, ist mir schleierhaft
Naja, ist ja nicht die erste Aktie wo der Preis der Aktie nix mehr mit der Realität und der Wirtschaftskraft des Unternehmens zu tun hat.
Schönes Beispiel ist da regelmässig Apple. Apple sagt man will 3 iPhones MEHR verkaufen. Danach sagt der ANALyst, das werden bestimmt nächstes Quartal 5 iPhones die man mehr verkauft. Dann macht Apple den Bericht fertig und sagt "Wir haben 4 iPhones verkauft" und dann sinkt der Kurs. Also Apple macht mal wieder nen Rekord, übertrifft seine Erwartung, aber weil der ANALyst mal wieder ganz doll traurig is, weil seine Schätzung Quark war, geht der Kurs runter.
Ganz im Ernst, also bekloppter gehts doch gar nicht mehr. Es geht ja gar nicht mehr darum was ein Unternehmen leistet und was nicht. Ist doch bei Länderrankings genauso. Man vergleiche einfach mal die Verschuldung Russlands und dessen Rating und dann Verschuldung und Rating von GB, US oder anderen Ländern.
 

JackCarver

Junior Member
Ich bin auch kein Fan von dem Thema Aktien und Spekulation...Das was Frank sagt seh ich ähnlich, ein Unternehmen wird nur noch daran bewertet, dass die Zahlen von Quartal zu Quartal zulegen. Wehe es ist da mal n Einbruch, oder was ja auch ok ist, es stagniert, dann springt der Aktionär doch gleich ab, beschwert sich usw usf.
Die Gier ist mittlerweile unermesslich geworden und es wird immer schlimmer was das anbelangt. Ganz pervers sind Spekulationen auf Ressourcen, wie zb Weizen. Das wird dann im großen Stil aufgekauft und verrottet in irgendwelchen Lagern, damit der Marktpreis hoch bleibt und die Spekulation zutrifft. Nur dass irgendwo auf der Welt Leute verhungern...

Bis zum Jahr 2030 erwartet man, dass ca 10% Der Weltbevölkerung 90% des Geldes halten und umgekehrt, eine Entwicklung, die man nur ablehnen kann. Ich bin weiß Gott kein Freund von Sozialismus etc, aber die Art des Kapitalismus, die da zur Zeit vorherrscht kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein -> Heuschreckenplage...

Edit:
Und letztendlich sieht man ja auch wozu vieles geführt hat, siehe Flüchtlingsströme etc aus Ländern, denen man jahrzehntelang Dinge abgepresst hat...Nur dass deren Leute jetzt eben einfach hierher kommen...
 

PP Frank

Staff member
Im Endeffekt sollte man auch sich mal dran erinnern wozu eine Börse und wozu Aktien da sind: Nämlich sich an Unternehmen die gut wirtschaften zu beteiligen und somit dem Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen. Also eigentlich ist die Börse etwas Gutes und soll Preise durch Kauf und Verkauf für bestimmte Rohstoffe festsetzen. Aber so wie das in den letzten Jahrzehnten aus dem Ruder gelaufen ist....
 

theoth

Junior Member
Spekulation ist sicher dabei, hat aber als Ursache, daß der liebe Staat uns (und besonders den Pensionsfonds) mit seiner Zwangs-Niedrigzins-Politik keine andere Wahl läßt, immer riskantere Modelle zu erproben.

Insbesondere bei Rohstoffen dient das, was Du als "Spkulation" bezeichnest der Preisstabilisierung und Absicherung.
Welcher Landwirt möchte schon gerne mit der Unsicherheit investieren, daß er seinen Einsatz unter Umständen nicht zurück bekommt. Also verkauft er seine Ernte zu einem festen Preis, bevor sie überhaupt eingefahren ist. Steigt der Preis, hat er eben Pech - fällt der Preis, hat die Gegenseite Pech.
Es ist also keineswegs so, daß Spekulationen nur Gewinner produzieren. Im übrigen leiden wir in Deutschland ganz besonders von dieser (staatlich wohlgelittenen) Verteufelung von Aktienbesitz. Unsere Weltmarktführer sind zu >60% in ausländischer Hand. Daß die eher auf den Profit gucken, als auf das Wohl der deutschen Bevölkerung ist ja kein Wunder.
Die Lösung wäre so einfach und wird z.B. in der Schweiz, den Niederlanden und vielen anderen Nationen praktiziert: Die Bevölkerung sollte mehr am Aktienmarkt partizipieren, statt Lebensversicherungen zu kaufen oder Festgeld zu 0.2% anzulegen. Dann kann auch jeder von der Gewinnen der einheimischen Wirtschaft profitieren.

Ich warte nur auf den Moment, wenn die Zinswende kommt und plötzlich alle die Bundesanleihen zum Kurs von 160% verkaufen wollen - die davon ausgehende Destabilisierung ist viel höher, als das kleine Schwankungsrisiko bei Aktien. Und die Zinswende kommt - die Notenbanken haben längst die Kontrolle abgegeben. In Bayern wollen sich die Sparkassen ja schon Bargeld in den Safe legen...
 

PP Frank

Staff member
Die Lösung wäre so einfach und wird z.B. in der Schweiz, den Niederlanden und vielen anderen Nationen praktiziert: Die Bevölkerung sollte mehr am Aktienmarkt partizipieren, statt Lebensversicherungen zu kaufen oder Festgeld zu 0.2% anzulegen.
Da gebe ich dir recht. Man verdient ja bei Aktien nicht nur durch den Kurs, sondern als langfristige Anlage hauptsächlich an der Dividende. In Deutschland sind die Menschen aber eher sparsam. Das sieht man ja auch am Konsumverhalten in Deutschland. Wenn man das mal mit den Amis vergleicht, wo jeder normale Mensch 5 Kreditkarten hat und viele die schröpfen bis zum Geht nicht mehr. Da sind Deutsche schon bodenständiger. Dummerweise hat das den Nachteil, dass nach etlichen Börsencrashs die Leute Angst davor bekommen haben.

Im Endeffekt hast du aber Recht und das wäre auch das wozu eine Börse bzw. Aktienhandel gedacht ist: Investieren in Unternehmen und vom Erfolg partizipieren. Das Problem ist ja nicht erst durch die Zinspolitik entstanden, dass gab es schon vorher. Die Zinspolitik hat das aber drastisch verschärft.
 
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