PayPal sperrt VPN-Services in Deutschland

Was tun wir OHNE PayPal?

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webslap

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Das ist eine sehr interessante Geschichte zur Selbstermächtigung von US Unternehmen auf die Rechte der Bürger in Deutschland!

Ich betreibe eine VPN-Test Webseite: https://vpntester.de/ und biete auch einen Live-Chat an, bei dem ich ab und zu auch interessierten TIPPS oder Hilfe gebe :)

Heute hat ein Besucher, der ExxxxVPN bestellen wollte gemeldet, dass er nicht per PayPal zahlen kann. Das klang nach einem Fehler irgendwo entweder bei PayPal oder ExxxxVPN (Name der Redaktion bekannt :). Nach einigen Chat mit ExpressVPN um herauszufinden was es da hat, hat mich dann jemand von dort angerufen und mir erklärt, woran das Problem liegen würde:

Netflix und andere Anbieter von TV/Videoplattformen wurden gezwungen etwas dagegen zu unternehmen, dass Benutzer aus anderen Ländern auf Ihre Services in den USA zugreifen. Da dies nicht so gut klappte, haben die Urheberrechtebesitzer selbst sich an PayPal gewandt und erwirkt (ohne Gerichtsbeschluß) dass PayPal Kunden die Zahlungen VPN Anbieter verbietet. Wer nun als VPN Anbieter gelistet ist bei PayPal (das sind nicht alle VPN-Services) und bei PayPal und in einem Land sein Konto hat, dass die Urheberrechtsfirmen angegeben haben (Wie Deutschland, aber nicht Österreich zum Beispiel) der kann nun nicht diese Services damit bezahlen.

Klingt kompliziert ist aber so. Das konnte ich durch Recherche und mit Hilfe von ExxxxVPN nun herausfinden. Ich hab darüber schon vor einem Monat einmal geschrieben, aber das ist der erste Fall, der nun tatsächlich auftritt und nachvollziehbar ist. (Den ich kenne halt)

Ein Bericht dazu bereits vor einem Monat auch auf:
https://hide-my-ass-anonym.blogspot.com/2016/02/paypal-beginnt-vpn-anbieter-zu-sperren.html

Klar habe ich Ihm nun empfohlen sich ohnehin für den richtigen Anbieter zu entscheiden und das hat er auch getan (PP).

Ich wollte diese Geschichte mit Euch teilen, da ich es irgendwie unerhört finde, dass US Unternehmen einfach dazu ermächtigt fühlen, auch zu bestimmen was Menschen in Deutschland dürfen oder nicht... und das ohne Gerichtsbeschlüsse und Einspruchsmöglichkeiten!
 

webslap

Active Member
PS:
Die Meldung die er von PayPal stets erhalten hatte war nicht sehr aussagekräftig:
Wir können Ihre Anfrage zurzeit leider nicht verarbeiten. Kehren Sie zu ExxxxVPN LLC zurück, und wählen Sie eine andere Option aus.

Ok nun hat er ja zum Glück auch andere Optionen gefunden :)
 

JackCarver

Well-known Member
Mir erschließt sich nicht ganz der Sinn dieser Sache. Ebenso wie Netflix nicht alle IP Ranges sperren kann über die evtl aus anderen Ländern zugegriffen wird, kann PayPal nicht verhindern, dass man seinen VPN Dienstleister über andere Zahlungsmöglichkeiten bezahlt. Die bieten idR ja nicht nur PayPal an...

Ist zwar tatsächlich ne fiese Masche, initiiert von der Content Mafia, aber bringt mE letztlich auch nicht viel.
 

PP Frank

Staff member
Soweit mir bekannt, speert Paypal lediglich Konten von VPN Anbietern die aktiv mit der Umgehung von solchen Sperren werben. Die meisten VPN Anbieter taugen ja auch zu nix anderem als das.

Das jetzt allerdings Zahlungen deswegen verweigert werden, das ist mir neu.
Für uns ist Paypal definitiv Zahlungsdienstleister Nummer 1. Nummer 2ist Bitcoin.
 

webslap

Active Member
Die Konten von EXXXXVPN wurden nicht gesperrt, sehr wohl aber die Entgegennahme von Zahlungen (Abozahlungen) und das auch nur für einige Länder: dazu gehört halt auch Deutschland.

Soweit mir gesagt wurde, gab es dazu auch erst eine Information durch PayPal, als das Unternehem selbst nachgefragt hatte warum Zahlungen nicht akzeptiert wurden.
Warum PayPal-konten aus Deutschland dort nicht zahlen können, welche aus Österreich aber schon entzieht sich meiner Kenntnis.


Aber:
Aber in Österreich werden auch keine Videos bei YouTube gesperrt :) Das könnte zumindest etwas genauer beschrieben, weshalb Urheberrechte in Deutschland anders gesetzlich verteidigt werden als in Österreich. Es gibt in Österreich auch keine Massenabmahnungen, da der Aufwand um eine einzelne bei Gericht durchzubringen sehr sehr groß ist und es sich daher auch für die Anwälte/Urheberrechtsbesitzer nicht lohnt. In Deutschland hat man in 1 Woche das OK des Gerichtes, die persönlichen Daten von Nutzer zu erhalten :) also auch den Schutz der Privatsphäre auszusetzen, weil man ein Blatt Paier dem gericht bringt und sagt, das sein ein Ausdruck eines Logfiles etc... und genau diese IP hat sich den 7. teil von Arnold Schwarzeneggers Terminator nicht nur geladen sonder sogar aktiv verteilt :) In Österreich würde dich der Richter erstmal auslachen und heimschicken, bis du etwas Stichhaltiges hast und selbst dann noch einen Sachverständigen, den der Kläger mal zahlen darf anfordern, bevor da nachgedacht wird die Privatsphäre auszuhebeln. Es gibt viele andere Dinge da ist es leider sagenhaft leicht Daten zu bekommen auch in Österreich, Urheberrechtsfälle zählen da aber nicht dazu..
 

JackCarver

Well-known Member
Liegt evtl auch daran, dass derartige Fälle in Austria seltener vorkommen. Österreich hat ja auch deutlich weniger Einwohner als hier. Da wo es sich lohnt macht die Content Mafia schon erheblichen Druck und die nötigen Barmittel haben die auch...

Ist ähnlich zu sehen wie der Virendruck unter Win/OSX/Linux. Die Masse klickt doch auf irgendner Microsuff Oberfläche rum, da rentiert es sich für Virenschreiber natürlich das System als das System der Wahl zu nehmen. Wieso Ressourcen da für Linux oder OSX verschwenden, wenn du da nur n Bruchteil der Leute triffst, macht kein Sinn. Ansonsten würdest du für Linux oder OSX ebenso fiese Viren finden und jeder dort hätte nen Virenscanner am Laufen hochgerüstet bis zum abwinken.

Edit:
Und ich wage zu behaupten, dass die Masse der DAUs auch auf Win unterwegs ist, unter Linux hast du meist Leute, die sich zumindest etwas auskennen und die auch unter Win nicht die Kapitalfehler begehen würden, die manch einer der MS Koryphäen macht.
OSX ist da etwas anders aufgestellter auch hier wird die Masse nicht nur durch den Preis abgehalten. Dort ist das System anders als auf der Arbeit und das schreckt allein schon ab, mit den ganzen Inkompatibilitäten zu MS Office, von denen man so gehört hat. Das ist zwar alles lösbar, aber eben nicht für den Durchschnitts-DAU, der dann doch auch Zuhause lieber MS bedient...

Resümee: Die Österreicher können sich ebenso wie die Linux und OSX Leute freuen, dass sich so manches wegen ihrer geringen Anzahl nicht rentieren würde...
 
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theoth

Active Member
Ja, hoffen wir, daß es bei dem Kümmerdasein von Linux und OSX bleibt.
Andererseits wäre es schon eine feine Sache auch in der Firma produktiv arbeiten zu können.
Hab dort jetzt drei virtuelle Maschinen (win7, win8.1 und win10) laufen und die Bedienung ist jedesmal eine Katastrophe.
Bescheuerte User-Interfaces, sinnfreie Kontext-abhängige Menüs und kein durchgängiges Konzept. Naja - muß man irgendwie drum herum arbeiten. Win-10 ist jedenfalls deutlich besser als Masochismus-8.1.

Am meisten ärgert mich noch die Patch-Strategie. Inzwischen kommen bei win-7 jedes 4-tel Jahr ca. 10 Gb an zusätzlichem Plattenplatz durch security-updates hinzu.
Der ganze alte Sicherheits-Kappes von vor vier Jahren muß natürlich auf der Platte bleiben, sonst läuft das OS nicht mehr.
Ist ärgerlich, wenn man die VM inzwischen alle 3-6 Monate auf eine größere virtuelle Festplatte hängen muß, denn da geht jedesmal eine knappe Stunde drauf.
Macht man das nicht rechtzeitg, versucht das OS doch tatsächlich bis zum letzten Milli-byte alles vollzuschreiben, mit entsprechenden Aha-Erlebnissen bei office und anderer Software.
Wir haben "forced-updates" - die kommen immer zur günstigsten Zeit ("the system must reboot .... blah blah") und kümmern sich nicht um eine volle Festplatte.
Wie haben die Leute ihre Software nur früher geschrieben, als Festplatten nur ein paar GB groß waren... heute hat win-7 + office+security patches schlappe 50GB
Im Vergleich: Linux mit deutlich mehr tools (Libreoffice, Gimp, compiler, java usw,) kommt nicht über 10GB. Meine root-partition ist mir 20GB kein Problem (/home ist separat...)
Produktivität geht jedenfalls anders...

Jetzt bin ich zwar weit abgeschweift, aber das mußte noch vor Ostern raus - schöne Feiertage!

p.s. hier noch mein Nachtrag zum Thema Content-Industrie - die neigt sich wohl langsam dem Ende entgegen:

https://tech.slashdot.org/story/16/...m_campaign=Feed:+Slashdot/slashdot+(Slashdot)
 
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JackCarver

Well-known Member
Apple Maschinen in der Firma wäre n Traum, aber das hast du wahrscheinlich nur in Designer/Foto/Video Studios, wo der Mac schon immer seine Domäne hatte. Ich meine irgendeine Win Werbung zu Win 7 oder 8 wurde übrigens auf nem Mac Pro designed, lol...

Bei uns ist noch Win 7 am Start, was ganz ok ist, im Vgl zu Win 8 und dessen Ableger. Mein Vater hat Win 8, das immer wieder meinen administrativen Rat braucht, wenn mal wieder was nicht will. Dann sitz ich davor und such bei Google@Firefox um Rat...Aber ist schon n extrem ekliges und hässliches System das 8er, das muss man ihnen lassen, es gibt wenig Firmen, die es so gut draufhaben wie MS regelmässig ihr eigenes System komplett zu verkacken. Allein wenn man mal nur bis Win 95 zurückgeht, so kann man sagen:

- Win 95/98 -> brauchbar
- Win ME -> Katastrophe
- Win XP -> brauchbar
- Win Vista -> Katastrophe
- Win 7 -> brauchbar
- Win 8 und Ableger -> Katastrophe
- Win 10 -> kenn ich nicht

Ich wüsste nicht, dass es bei Linux/OSX ne ähnliche Aufstellung gibt ;)

Die Updates sind auch Klasse, das muss man sagen. Ich hab auf ner Platte noch n altes Win 7 drauf, das ich alle 6-8 Monate mal boote, weil ich irgendwas unter Win machen muss. Das bedeutet am Vortag schonmal hochfahren und alle Updates installieren lassen, das dauert gefühlte 24 Std.
Am nächsten Tag kann man erst wieder was produktiv was mit machen.
 

JackCarver

Well-known Member
Ok die Story mit der Novelle aus dem Rechner hat was. Trotzdem wird irgendwer da Geld sehen wollen, sollte es sowas regelmäßiger geben.

Gut sie sollen von mir aus auch Geld für Leistung verlangen, nur nicht gierig werden und das ist das Problem an der Sache. Allein wenn man sich mittlerweile die Streaming Dienste ansieht, über die man Musik, Filme, Serien usw beziehen kann und die alle Geld wollen:

- iTunes Store (wobei der ne Sonderstellung einnimmt, da keine mtl. Gebühren
- Apple Music
- Netflix
- Amazon Video/Audio
- Spotify
- Watchever
- Maxdome
- usw

Der reine Wahnsinn. Das ganze ist ne riesige Mogelpackung...Ist man Serienfan, so bucht man zb Amazon um sich Serie XY anzusehen, nur um dann festzustellen, dass diese nach der 2. Staffel bei Netflix fortgesetzt wird. Also muss auch Netflix her, das einem irgendwann dann auch nicht mehr reicht weil die Serie YZ nun aber absolut exklusiv auf Watchever läuft...

Dann die Möglichkeit Inhalte nach dem Kauf zu verändern oder gar ganz zu löschen, da man eigentlich Null Rechte am Inhalt hat.

Tja da fragt man sich dann schon, ob diverse Börsen ohne DRM mp3 oder mkv Dateien nicht einfach die bessere Wahl sind als der Kack oben...
 

PP Frank

Staff member
Naja, Windows ist eh eine Sache für sich. Wenn ich den ganzen Tag hier vorsitze und irgendwelche verfrickelten Windows-Rechner habe, wo der Nutzer dann kommt "Der war immer OK und lief und nun das" und ich soll wissen welcher Mist da wieder ist und warum dies und jenes nicht geht. Dann kommt zu Feierabend noch de Nachbarin und meint Windows kaputt und "kannste mal neu installieren", da krieg ich dann leichte Schwindelanfälle und Heulkrämpfe.
Besonders schön, dass man da 20 Minuten installiert und dann 6 Stunden vor den Updates sitzt. Ich habe mir letztens ein neues MacBook gegönnt. Auspacken, starten, Nutzer übertragen und Filevault starten und nach 30 Minuten ist das Ding arbeitsfähig. Da hab ich bei Windows gerade mal die Updates angeleiert, geschweige denn irgendwas zum produktivem Nutzen installiert.
Ey wir ham hier ne BETA für den MacOS-VPN-Manager drin und das grösste Problem ist, das bei einigen Nutzern de Farbe falsch ist. Wenn das mal unter Windows so wäre.

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass dort die Nutzer furchtbar sind. Da gehen so alte Mythen noch rum und alle glauben den Mist und hauen sich Registry Cleaner, hundert Pseudosicherheitsdinger und was weiss ich nicht noch drauf. Letztens habe ich bei einem Umsteiger aufm Mac glatt den CCleaner drauf gesehen. ich dachte ich seh nicht richtig. Ich wusste nicht mal, das der Mist ne Mac-Version hat. Gäbs nen Heim für vergewaltigte arme Betriebsysteme, dann wäre das MacOS dort garantiert gelandet und hätte ganz viele Windows-Kollegen getroffen :p

Schade das es in den 90igern keine wirklichen Alternativen zu MS gab, dann wäre die Situation heute anders und ich warscheinlich bei Amiga geblieben :p

Aber zu dem anderen Thema:

Irgendwo kann ich die Contentmafia ja verstehen. Will eben jeder sein Geld verdienen und wenn die mehr Geld verdienen in dem se in jedem Land ihren Scheiss einzeln verticken, ja dann ist das so. Aber die brauchen dann eben auch nicht über jeden Raubkopierer jammern, dem der Mist einfach zu bunt und zu teuer wird. Ich persönlich würde auch für eine anständige Bezahl-Variante zahlen, aber die gibt es eben nicht wirklich und so bleibt eben Plex+OCH das Non-Plus-Ultra. Schlimm genug das man Videoportale aussuchen muss in dem man guckt was die an Filmen Serien haben und nicht nach dem wie das Angebot ist und nach der Quallität des Service/Bedienoberfläche..


Wir selber haben ja auch nicht vor mit PP da irgendwas zu ändern, oder irgendwas zu umgehen. Ist uns ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Wir sind ein Sicherheitsdienstleister und wenn da was geht, dann gut und wenn nicht, dann eben Pech. Es interessiert uns ehrlich gesagt nicht so wirklich, ob Hulu rennt oder Netflix oder wie se alle heissen. Es ist nicht unser Job. Unser Job ist die Sicherheit und fertig.
 
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